Messe: AfD pöbelt und hetzt gegen Halal Hannover

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Die Deutsche Messe AG organisiert die Halal Hannover. (Foto: Stefan Knaak / HMTG)

Die AfD möchte die neue Messe Halal Hannover verhindern und stellt einen Antrag im Kommunalparlament. Die Ratsmitglieder erteilen den Rechtsradikalen eine klare Abfuhr.

Die AfD-Fraktion hatte in einem Antrag von der Stadt Hannover verlangt, dass sie darauf hinwirkt, die Halal Hannover im März 2020 nicht stattfinden zu lassen. Die große Mehrheit des 63-köpfigen Kommunalparlaments habe das Anliegen abgeschmettert, berichtet „Neues Deutschland“.

Auf der Webseite der AfD-Fraktion Hannover steht dazu: „Der Antrag wurde ohne nennenswerte Diskussion mit großer Mehrheit abgelehnt. Nur der „Hannoveraner“ Gerhard Wruck habe mit den fünf AfD-Ratsherren dafür gestimmt. 

Es sei eine „Schmach“ für Hannover, dass die Stadt sich ab 2020 rühmen dürfe, „im Mittelpunkt der Islamisierung und des Halal-Diktats“ zu stehen, schreibt die rechte Partei in ihrem Antrag. Halal stehe für „Schächten ohne Betäubung – nach allgemeinem Verständnis ein nicht hinnehmbarer Verstoß gegen ethische und moralische Grundsätze“.

Vielfältige Messe in Hannover

Es sei fraglich, ob sich die Rechtspopulisten vor ihrem Gehetze über den Inhalt der Messe informiert haben, so Neues Deutschland. Keineswegs gehe es dort nur um islamische Speisevorschriften, sondern auch um andere Bereiche, die mit den Halal-Geboten in Verbindung stehen würden. So würden etwa Hersteller und Händler von Halal-Kosmetik zugegen sein. Auch Touristik-Unternehmen seien auf der Messe zu erwarten.

Auch das umstrittene betäubungslose Schächten, das in Deutschland nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt sei – in Niedersachsen beispielsweise in beschränktem Umfang zum muslimischen Opferfest – dürfte angesprochen werden, so die Tageszeitung in ihrem Bericht.

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