NRW-Landtag: Fleisch-Fauxpas beim Fastenbrechen

Über 200 Gäste kamen in den NRW-Landtag zum Fastenbrechen. (Foto: Landtag NRW)Über 200 Gäste kamen in den NRW-Landtag zum Fastenbrechen. (Foto: Landtag NRW)

Die nordrhein-westfälische Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) hatte Vertreter diverser Religionen zum Fastenbrechen eingeladen. Jedoch war das servierte Essen nicht „halal“. Der Landtag will es kommendes Jahr besser machen.

Dem Kölner „Express“ zufolge soll den Fehler Bekir Alboga, Vorstandssekretär des Islamverbands Ditib, entdeckt haben. Ein Gast habe ihn gefragt, ob sie das Fleisch unbedenklich essen könnten. „Ich war davon ausgegangen, dass die Gastgeberin weiß, wie die Vorschriften für Muslime sind.“ So zitiert ihn das Blatt. Trotzdem habe er vorsichtshalber nachgefragt. Dabei habe er herausgefunden, dass das Fleisch nicht halal sei.

„Es handelt sich um einen verwaltungsinternen Fehler, der ohne Absicht geschah“, sagte Wibke Busch, stellvertretende Pressesprecherin des nordrhein-westfälischen Landtags, gegenüber Halal-Welt. Der Landtag bedauere diesen Fehler sehr und werde ab kommendem Jahr wieder anders verfahren. Der Landtag lege großen Wert auf den Dialog mit der muslimischen Gemeinde und auf das Fastenbrechen. Busch bestätigt, dass im vergangenen Jahr die Speisen halal waren.

Auf die Frage, ob Muslime in der Vergangenheit überhaupt nachgefragt hätten, ob das servierte Essen bei Einladungen halal ist oder nicht, antwortet die Pressesprecherin: „Uns ist kein anderer Fall bekannt, bei dem sich Gäste muslimischen Glaubens danach erkundigt haben.“

 

 

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.