Österreich: Bawag startet Islamic Banking

Bawag PSK-Gebäude am Georg-Coch-Platz in Wien. (Foto: Bawag PSK) Bawag PSK-Gebäude am Georg-Coch-Platz in Wien. (Foto: Bawag PSK)

Die österreichische Bank Bawag PSK bietet ab Anfang Februar ein neues Girokonto an, das weder Zinsen verrechnet noch bezahlt. Stattdessen gibt es fixe Entgelte. In Österreich leben rund 600.000 Muslime.

Als erste österreichische Bank startet die Bawag PSK, eine Tochter des US-Hedgefonds Cerberus, mit Islamic Banking. Anfang Februar soll ein Pilotprojekt für ein Girokonto in Wien anlaufen. Das meldet die „Kleine Zeitung“.

Demnach müssen für das Girokonto keine Zinsen gezahlt werden, auch verlangt die Bank keine. „Stattdessen gibt es fixe Entgelte“, sagte Marketingchefin Claudia Lemlihi dem Blatt. Läuft der Test erfolgreich, soll das Konto bald in sämtlichen Filialen verfügbar sein.

Dem Bericht zufolge wird es dann drei verschiedene Kontomodelle namens Amana („Vertrauen“) geben: ab 4,90 Euro monatlich, Kontokarte und Überziehungsmöglichkeit inklusive. In Österreich leben rund 600.000 Muslime, vor allem Türken und Bosnier. Das Girokonto steht allen Österreichern zur Verfügung.

In Deutschland ist im vergangenen Jahr mit der KT Bank die erste islamische Bank an den Start gegangen. Sie will bis Ende 2017 20.000 Geschäfts- und Privatkunden gewinnen.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.