Qatar Airways-Chef fordert Aufhebung der Blockade

Qatar AirwaysQatar Airways darf nicht über Saudi Arabien fliegen. (Foto: Qatar Airways)

Das Flugverbot trifft Qatar Airways hart. Nun fordert der Chef der Airline die internationale Luftfahrtorganisation Icao auf, einzugreifen. Die Linie sei keine politische Organisation.

„Diese Blockade ist ohnegleichen und es steht im direkten Widerspruch zu der Konvention, die Rechte an zivilen Überflügen garantiert“, sagte Qatar Airways CEO Akbar Al Baker. Er forderte die internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) auf, dies für eine rechtswidrige Handlung zu erklären. „Wir sind keine politische Institution, wir sind eine Fluggesellschaft und diese Blockade hat uns die Rechte entzogen, die uns garantiert wurden, so der Airline-Chef.

Wegen des Vorwurfs der Terrorismusunterstützung hatten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate vor über einer Woche ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und auch den Luftraum für Flugzeuge des Landes gesperrt.

Die Mehrheit der Flüge von Qatar Airways von und zum Hub in Doha läuft planmäßig und reibungslos ab, teilt die Airline mit. In der vergangenen Woche hätten 1.200 Qatar Airways-Flüge von Doha und dem Netzwerk zu mehr als 150 Destinationen rund um den Globus stattgefunden. 90 Prozent dieser Flüge seien bis auf eine 15-minütige Abweichung nach Plan gestartet.

Anfang dieser Woche veröffentlichte die Fluggesellschaft ihren Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2017 und zeigte einen Nettogewinn von 541 Millionen US-Dollar, ein Plus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ergebnisse weisen ebenfalls eine Umsatzsteigerung von 10,4 Prozent auf.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.