Rewe-Lieferservice: Hoffen auf den Durchbruch

Julian Breuer, Head of Digital Strategie bei Rewe DigitalJulian Breuer, Head of Digital Strategie bei Rewe Digital. (Foto: Kemal Calik)

Rewe betreibt seit einigen Jahren einen Onlineshop für Lebensmittel – und hofft darauf, damit irgendwann profitabel zu sein.

„Der deutsche Lebensmittelhandel steht vier Kernherausforderungen: Demografie, Verdrängung, Kosten und Digitalisierung“, sagte Julian Breuer, Head of Digital Strategie bei Rewe Digital, auf dem Branchentreffen in Bonn. Die Bevölkerung schrumpfe und der Trend gehe zum Singlehaushalt. Außerdem stagniere der LEH-Markt, es komme zu Verschiebungen zwischen den Segmenten. Zudem stiegen die Kosten durch Mindestlöhne, Maut, EEG-Umlage etc. und der Online-Lebensmittelhandel würde als neues Segment seit einigen Jahren mitmischen.

Der Markt der Online-Lieferdienste ist hart umkämpft, einige haben sich bereits vom Markt verabschiedet. So hat im vergangenen Jahr Kaufland seinen Lieferdienst aufgegeben und Amazon bremst seine weitere Expansion. Dennoch gibt es neue Player auf dem Markt. Mit Picnic ist im April dieses Jahres das niederländische Start-up in einigen deutschen Städten an den Start gegangen.

Die Online-Lebensmittelhändler haben in Deutschland mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum Beispiel sind die Margen sind zu gering, die Filialdichte ist zu hoch. Daher hat sich Rewe nicht für ein starres Shopsystem entschieden. Der Lieferdienst arbeitet mit einer E-Commerce-Plattform in der Cloud (commercetools). Hier werden alle Standardfunktionen über die Plattform genutzt, der Händler ergänzt sie durch individuelle Bausteine. Das Resultat: größtmögliche Agilität und Flexibilität.

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