Saarland: Keine Betriebe, die rituell schlachten

SchafeFoto: Biegun Wschodni / Unsplash

Im Saarland wurden bisher keine Ausnahmegenehmigungen für die rituelle Schlachtung von Tieren ohne Betäubung beantragt.

Das saarländische Umweltministerium kennt keine Betriebe, die in dem Bundesland nach jüdischen oder islamischen Vorschriften schlachten. Entsprechende Ausnahmegenehmigungen für ein Schlachten ohne Betäubung seien in den letzten zehn Jahren nicht beantragt worden, berichtet die „Allgemeine Zeitung“ (AZ). Das habe das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt. Anlass sei eine Anfrage der AfD im Landtag gewesen.

Ein solcher Antrag sei auch nicht genehmigungsfähig, so Ministeriumssprecherin Sabine Schorr, „weil die zu erwartenden Schmerzen und Leiden der Tiere im Falle einer unbetäubt durchgeführten Schächtung schwerer wiegen als die relativ geringfügige Beeinträchtigung der Religionsfreiheit, die durch das Einschalten einer Elektrokurzzeitbetäubung in das Ritual entsteht.“

Der Import von geschächtetem Fleisch aus anderen EU-Staaten nehme dem Ministerium zufolge stetig zu. Von daher befürworte die Landesregierung die Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Halal geschlachtetes Fleisch durch die EU, so die AZ.

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