Sberbank startet Islamic Banking

MoskauBerühmte Basilius-Kathedrale in Moskau. (Foto: Kemal Calik)

Russlands größter Finanzkonzern Sberbank setzt auf Islamic Banking und möchte insbesondere die russischen Muslime für islamkonforme Geschäfte gewinnen.

Die russische Sberbank stellt die Weichen für ein zinsloses Finanzsystem und hat dabei insbesondere Investoren aus der Golfregion und der Türkei im Fokus. Das berichtet das Portal Eurasia News. Noch sei unklar, wie das islamische Bankenwesen in Russland im Einklang mit dem klassischen Finanzsystem implementiert werden solle, doch Staaten wie die Türkei hätten bereits gezeigt, dass ein Nebeneinander von zinsfreien und zinsorientierten Optionen im Finanzwesen funktioniere.

Spekulationsgeschäfte und Zinsen sind beim islamischen Bankenmodell nicht erlaubt. Stattdessen bekommen die Investoren eine Gewinnbeteiligung. In Russland leben schätzungsweise 20 Millionen Muslime.

Die russisches Mediengruppe Vesti Finance prognostiziert, dass der Markt für islamische Finanzprodukte in Russland innerhalb der kommenden drei Jahre die 24 Milliarden US-Dollarmarke erreichen kann.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.