Emirate: Schwerer Stand für deutsche Lebensmittel

KuchenFoto: Sumaia Alzadjali / Unsplash

Das Label „Made in Germany“ ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den Verkauf sehr hilfreich. Bei der Vermarktung von etwa Lebensmitteln nützt es weniger.

Besonders gefragt sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) deutsche Maschinen, Autos und Technik. Weniger stark ist die Strahlkraft von „Made in Germany“ bei Lifestyle, Möbeln, Nahrungsmitteln und im IT-Sektor, informiert die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI).

Deutsche Nahrungsmittel haben demnach einen eher schweren Stand. Deutschland sei nicht eben bekannt für kulinarische Höhenflüge. Wurst und Bier würden mit Deutschland assoziiert. Die Vermarktung von Alkohol und Produkten mit Schweinefleisch würden in dem muslimischen Land strengen Auflagen unterliegen und der Markt konzentriere sich vor allem auf westliche Ausländer.

In Nischen, bei denen die Einhaltung von Standards wichtig ist, so die GTAI, wie bei Bioprodukten oder Babynahrung, genießt das Label „Made in Germany“ hohes Vertrauen und einen ausgezeichneten Ruf. Angeboten würden beispielsweise Produkte von Hipp, Humana und Holle. Es seien auch deutsche Marken aus anderen Segmenten in den Supermärkten zu finden (Haribo, Hitschler, Ritter Sport, Teekanne, Dr. Oetker etc.), diese würden aber nicht unbedingt als deutsche Marken wahrgenommen und insgesamt sei der Marktanteil der deutschen Hersteller eher gering.

Halal-Zertifikate für Lebensmittel

Lebensmittel, die in den VAE in den Verkehr gebracht werden müssten halal sein, das heißt, mit den Regeln des Islam in Einklang stehen und entsprechend zertifiziert sein. Für deutsche Hersteller und Händler sei es oft schwierig, die entsprechenden Anforderungen an die Zubereitung zu erfüllen.

Deutschlands wichtigste ausländische Konkurrenten in den VAE im Lebensmittelsegment seien Indien, die USA und Saudi-Arabien. Milch- und Getreideerzeugnisse würden oft aus Saudi-Arabien kommen. Die muslimischen Verbraucher würden eher der halalgemäßen Produktion in anderen muslimischen Ländern vertrauen.

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1 Kommentar zu "Emirate: Schwerer Stand für deutsche Lebensmittel"

  1. Norbert KAhmann | 16. August 2018 um 14:33 |

    Hallo Herr Calik, ich denke schon das auch die deutsche Lebensmittelindustrie Halal konform liefern kann. Wir unterstützen dort gern gemeinsam mit der IHK Hannover Arbeitsgruppe Koscher / Halal
    Danke und Gruß
    Norbert Kahmann

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