Sinnliche Erlebniswelten und digitale Helfer

Peter WippermannTrendforscher Peter Wippermann auf der Neocom in Düsseldorf. (Foto: Kemal Calik)

Roboter, Virtual Reality oder Bots: Die Digitalisierung verändert das Einkaufen radikal. Aber ganz ohne Menschen und echte Erfahrungen geht es nicht. 

„Soziale Aspekte sind nach wie vor das Entscheidende“, sagte Trendforscher Peter Wipperman, auf der Neocom in Düsseldorf. Er hat mit weiteren Autoren die Studie „Wie kauft Deutschland übermorgen ein?“ erstellt. Demnach wollen die Menschen beim Einkauf nicht alleine sein. 40 Prozent der Kunden würden sich freuen, wenn sie mit Freunden einkaufen könnten.

Zudem würde sich die Rolle des Verkäufers wandeln. Er werde zu einem Entertainer, der Erlebniswelten schafft. Die Kunden hätten in zwanzig Jahren keine Probleme, sich von Robotern oder Avataren beraten zu lassen. „Wenn der Service gut und freundlich ist, ist mir egal ob dahinter ein Computer oder ein Mensch steckt“, dieser Aussage würden 48 der Befragten zustimmen, sagte der Forscher auf der Konferenz.

Parallel zur Technologisierung und Robotisierung wachse aber auch der Wunsch nach echten Erfahrungen. 77 Prozent würden Erlebnisse in der realen Welt wertvoll finden.

Zeit werde zu einem knappen Gut. „Technologien, die die Zeit optimieren, werden sich durchsetzen“, ist der Forscher überzeugt. Für neue Technologien, die den alltäglichen Einkauf durch automatische Bestellungen erleichtern, sieht Wippermann große Chancen. Zum Bespiel: Kühlschrank bestellt automatisch Butter.

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