Studie: Touristen wollen echte Gastfreundschaft

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Foto: Micheile Henderson / Unsplash

Massentourismus schadet der Umwelt, stresst den Reisenden. Eine Rückkehr zur „Gastfreundschaft“ ist nötig, sagen die Trendforscher des Zukunftsinstituts.

Digitale Buchungsplattformen haben Abläufe im modernen Massentourismus verändert, nicht aber dessen Identität. „Die rein quantitative Maximierung ist für Touristiker und Touristen eine Sackgasse. Tourismus ist an vielen Orten kein Glücksgarant mehr, sondern bloßer Stressfaktor. Er schadet der Umwelt, belastet die Locals, stresst den Reisenden, überfordert die Angestellten und erhöht den Preisdruck auf Anbieter“, sagt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts.

Sein Zukunftsinstitut hat in einer Trendstudie herausgearbeitet, wo die Zukunftsqualitäten des Tourismus liegen. „Die Menschen fragen immer mehr intensive Reiseerlebnisse und transformative Urlaubserfahrungen nach. Sie wollen auf Reisen ‘berührt’ werden und Lebensqualität erfahren“, so Gatterer. Dies erfordere eine neue Qualität des Tourismus, der den Blick nicht bloß auf digitale Daten, sondern auf menschliche Werte und Bedürfnisse richten müsse. Dafür ist laut Studie eine Rückkehr zum touristischen Kernwert der „Gastfreundschaft“ nötig: Es gehe um ein freundschaftliches Angebot von Lebensqualität und gelingenden Beziehungen.

Dies gelte auch für das Verhältnis zu den Mitarbeitern. Der massive Fachkräftemangel in der Branche sei angesichts fordernder Arbeitsbedingungen ebenfalls nur durch mehr Resonanz lösbar. Dazu Studienleiterin Verena Muntschick: „Resonanz ist eine Schlüsselstrategie zur Sicherung der Fachkräfte im Tourismus. Auch sie müssen ‘Hospitality’ erfahren. Wer Führung als Dienstleistung und seine Angestellten als Partner versteht, macht den Unterschied.“