Süßwaren: Preisanstieg brachte Umsatzwachstum

SüßwarenFoto: Brooke Lark / Unsplash

Der Süßwaren- und Snackmarkt in Europa ist im vergangenen Jahr hauptsächlich über Preissteigerungen gewachsen. Vor allem Snackriegel waren sehr gefragt.

Nielsen hat im abgelaufenen Jahr die Marktentwicklung in den Ländern Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Norwegen, Belgien, Österreich, Polen und in der Türkei erfasst. Insgesamt ergibt sich laut dem Marktforschungsunternehmen für die Gesamtkategorie (Süßwaren und Snacks) ein leichter Umsatzanstieg von 2,1 Prozent auf 53,8 Milliarden Euro, wobei hauptsächlich gestiegene Preise (+1,6 Prozent) dafür verantwortlich sind. Lediglich in Spanien (+3,6 Prozent), Portugal (+2,2 Prozent) und Österreich (+2,0 Prozent) waren im Gesamtmarkt Mengensteigerungen zu verzeichnen, so dass sich für die zwölf Länder insgesamt ein Volumenzuwachs von lediglich 0,5 Prozent ergibt.

Betrachtet man die einzelnen Segmente, dann verzeichnen die Snackriegel in dem rollierenden Jahr einen Umsatzanstieg um 6,9 Prozent (Menge +5,8 Prozent), Nüsse/Kerne und Samen kommen auf ein Plus von 4,9 Prozent, jeweils in Menge und Wert. Für die restlichen Süßwaren reicht es indes nur zu einem Plus von 1,7 Prozent. Damit erreicht der Sektor der gesünderen Snacks inzwischen Umsätze in Höhe von 6,5 Milliarden Euro und erhöht somit seinen Wertanteil innerhalb des europäischen Süßwaren- und Snack-Markts von 10,9 Prozent innerhalb von zwei Jahren auf nunmehr 12,1 Prozent.

Im Einzelnen sorgten bei den Snack-Riegeln Großbritannien mit einem Plus von 8,7 Prozent (Menge +5,7 Prozent) und Deutschland mit +7,4 Prozent (Menge +5,8 Prozent) sowie die Niederlande (+8,7 Prozent) und Polen (+ 16,5 Prozent) für die Wachstumsimpulse. Bei Nüsse/Kerne und Samen waren Spanien mit einem Zuwachs um 9,2 Prozent (Menge 7,2Prozent), Österreich (+10,4 Prozent), die ­Türkei (+21,6 Prozent) und Portugal (+8,8 Prozent) die treibenden Kräfte. In Deutschland führten Preissenkungen bei einem Absatzplus von 5,6 Prozent zu Umsätzen, die nur um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Ähnliches gilt für Italien mit einem klaren Volumenanstieg (+11,7 Prozent) und Preisnachlässen von 3,5 Prozent.

 

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