Touristik braucht Love Brands

FTI-Geschäftsführer Ralph SchillerFTI-Geschäftsführer Ralph Schiller spricht in Essen über Lieblingsmarken. (Foto: Kemal Calik)

Unter den Lieblingsmarken der Deutschen ist kein einziger Touristiker, sagt FTI-Geschäftsführer Ralph Schiller – und präsentiert Ideen, wie Veranstalter bei den Kunden punkten können.  

Mercedes-Benz, Coca-Cola, Adidas und Miele. Das sind einige Lieblingsmarken der Deutschen. Und was zeichnet diese Marken aus? „Sie haben alle ein Produkt oder fällt ihnen ein Dienstleister ein?“, wollte Ralph Schiller auf dem fvw Kongress in Essen von den Fachbesuchern wissen.

Er erinnerte an den Abstieg des Weltmarktführers Nokia und sagte, dass das Motto „Einmal Love Brand immer Love Brand“ längst nicht mehr gelte. So habe heute kaum einer einen gedruckten Falk-Plan. Das bedeute für die Veranstalter, dass sie das eigene Geschäftsmodell ständig in Frage stellen müssten.

„Wir können Produkte schaffen, wir können auch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schaffen“, sagte der FTI-Chef. Jedoch habe die Branche beim Thema Package & Design Nachholbedarf. Ebenso beim Thema Performance, das heißt zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt beim Kunden zu sein. „Wir tun uns extrem schwer auf den richtigen Punkt zu vermarkten“, so Schiller.

Die Veranstalter sollten daher mit Customer Relationship Management (CRM) und exklusiven Inhalten den Kunden vor seiner Entscheidung erreichen. Dann könnten sie zu einer Lieblingsmarke werden.

„Wir bezeichnen uns noch nicht als Lieblingsmarke“, stellte der FTI-Geschäftsführer fest. Vielleicht sei die Marke Sonnenklar eine. „Wird von vielen geliebt, aber noch nicht von genug Menschen.“

 

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.