Türkei bietet Absatzchancen für Exporteure

Hamburger-Laden in IstanbulHamburger-Laden in Istanbul. (Foto: Ozan Safak / Unsplash)

Der Lebensmittelmarkt in der Türkei wird von lokalen Unternehmen beherrscht. Chancen für internationale Produzenten ergeben sich durch Produktionsstätten vor Ort.

Der türkische Markt für Lebensmittel bietet internationalen Herstellern nur begrenzte Absatzmöglichkeiten, da die Branche von lokalen Unternehmen beherrscht wird. Der Marktzugang kann allerdings durch lokale Produktionsstätten erleichtert werden, wobei die landesüblichen Geschmacksrichtungen und Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt werden sollten, informiert die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI).

Beste Beispiele für lokal produzierende internationale Unternehmen sind demnach unter anderem Nestle, Danone, Dr. Oetker, Haribo und Cargill, die seit vielen Jahren im Lande erfolgreich tätig seien. Die wichtigsten Konkurrenten der internationalen Player seien die lokalen Hersteller. Hervorzuheben sei der Ülker-Konzern (Yildiz-Holding), der durch eine breite Palette von Produkten und Marken eine starke Marktstellung besitze.

Die türkischen Lebensmittelhersteller wollen, so die GTAI, ihr Engagement am globalen Markt für islamische Halal-Produkte erhöhen. Mit Gesetz Nr. 7060 (verkündet im Staatsanzeiger Nr. 30244 vom 18. November 2017) sei eine zentrale Akkreditierungsanstalt für Halal-Produkte („Helal Akreditasyon Kurumu“ – HAK) im Geschäftsbereich des Wirtschaftsministeriums eingerichtet worden.

Deutscher Lieferanteil sehr gering

Die türkische Nahrungsmittelindustrie mit circa 43.000 mehrheitlich kleinen Betrieben, knapp 500.000 Beschäftigten und einem Anteil von mehr als 10 Prozent an den gesamten Exporten sei eine der dynamischsten Branchen der Türkei.

Die Preise für Fleisch- und -Wurstwaren in der Türkei seien wegen unzureichender lokaler Produktion hohen Steigerungen ausgesetzt. Das Rotfleischdefizit belaufe sich auf 150.000 bis 200.000 Tonnen pro Jahr.

Die türkischen Importe von Nahrungsmitteln seien 2017 um 10 Prozent auf rund 9 Milliarden US-Dollar gestiegen mit einem durchschnittlichen deutschen Lieferanteil von weniger als 3 Prozent.

 

Print Friendly, PDF & Email