Türkei: Strategieplan für Halal-Tourismus gefordert

NaturtourismusStudie sieht Marktpotenzial für Wintertourismus in der Türkei. (Foto: Azer Koçulu / Unsplash)

Im vergangenen Jahr haben muslimische Reisende 156 Milliarden Dollar ausgegeben, hat der Unternehmerverband Müsiad herausgefunden. Und schlägt für die Türkei einen Strategieplan für Halal-Tourismus vor.

121 Millionen Muslime sind im vergangenen Jahr durch die Welt gereist und haben dabei 156 Milliarden Dollar ausgegeben. Im Jahr 2026 soll der Markt für Halal-Tourismus einen Volumen von 300 Milliarden Dollar haben. Das sind die Ergebnisse der Halal-Tourismus-Studie des Vereins unabhängiger Unternehmer und Industrieller, Müsiad, aus der Türkei. Demnach ist der typische muslimische Tourist jung, gut gebildet und verfügt über ein hohes Einkommen.

Vor drei Jahren waren 47,5 Millionen Touristen aus den OIC-Ländern im Ausland, so der Verband. Aber nur 4,9 Millionen Menschen aus diesen Staaten kamen in die Türkei. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) ist ein Zusammenschluss von 57 mehrheitlich muslimischen Ländern, etwa Malaysia, Indonesien, Saudi Arabien, Iran, Kuwait und Ägypten.

Damit die Türkei ihren Marktanteil am Halal-Tourismus weiter steigern kann, schlägt die Unternehmerorganisation einen Strategieplan vor. Damit könnte das Land sein Potenzial etwa in den Segmenten Kulturtourismus, Medizintourismus, Naturtourismus, Wintertourismus und Shoppingtourismus noch effizienter abschöpfen.

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.