Vereinigte Arabische Emirate: Import von Nahrungsmitteln steigt

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Die Vereinigten Arabischen Emirate importieren immer mehr Lebensmittel. Der Anteil deutscher Exporte ist immer noch gering.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind die Nahrungsmittelimporte im Jahr 2018 (letzte verfügbare Zahlen) um 7,7 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode auf circa 13,4 Milliarden US-Dollar angestiegen, berichtet die Außenhandelsagentur der Bundesrepublik, Germany Trade and Invest (GTAI). Demnach werden fast ein Viertel der Waren in andere Länder re-exportiert. Das Land selbst importiere 90 Prozent seiner Lebensmittel.

Für die Einfuhr von Fleisch sei ein Halal-Zertifikat notwendig. Allerdings sei der Erhalt der Bescheinigung mit vielen Hindernissen verbunden, hätten Unternehmensvertreter in Interviews mit GTAI berichtet.

Die deutschen Nahrungsmittellieferungen in die VAE hätten sich im Jahr 2018 um 11,6 Prozent auf 219,2 Millionen US-Dollar erhöht. Der Anteil deutscher Lieferungen an den gesamten Nahrungsmittelimporten sei gering und habe sich 2018 unter zwei Prozent bewegt. Zum Vergleich: Die USA kamen auf 7,7 Prozent (1 Milliarde US-Dollar).

Importeur deutscher Lebensmittel

Ein führender Importeur deutscher Lebensmittel in Dubai sei die Ghassan Ahmed Al Sulaiman Trading Company (GAAST; seit 1992), die aber auch andere europäische und US-amerikanische Produkte im Sortiment habe. Die meisten in Dubais großen Supermärkten angebotenen deutschen Produkte gehörten zur GAAST-Palette.

Das größte Nahrungsmittelunternehmen in den VAE ist laut GTAI die Agthia Group. Zum Produktportfolio gehören Getränke, Milchprodukte, verarbeitete Früchte und Gemüse, Mehl und Tierfutter. Weitere bedeutende Branchenfirmen seien unter anderem die Dubai Refreshments Company, die Al Kabeer Group, die IFFCO, die Marmum Dairy Farm sowie die National Food Products Company.