Van Hees baut Halal-Segment aus

Van Hees-Führungsduo: Frédérick Guet (links) und Robert Becht. (Foto: Van Hees)Van Hees-Führungsduo: Frédérick Guet (links) und Robert Becht. (Foto: Van Hees)

Van Hees feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Der Gewürzhersteller aus dem hessischen Walluf will ein Familienunternehmen bleiben und die Halal-Produktion erhöhen.

„Wir sind stolz darauf, dass es uns in einem Umfeld der Konsolidierung gelungen ist, unsere Selbstständigkeit zu erhalten und unser Geschäft weiter auszubauen“, sagte Julia van Hees auf der Jubiläumsfeier auf Schloss Johannisberg im Rheingau. Die Gesellschafterin bildet zusammen mit Brigitte und Ilonka van Hees sowie Robert Becht und Frédérick Guet die Geschäftsführung von Van Hees. Der Gewürzespezialist sei und bleibe ein Familienunternehmen.

Becht stellte fest, dass sich das Fleischerhandwerk verändere, die Zahl der Handwerksbetriebe gehe zurück. Es gebe eine Verschiebung hin zur Industrie und zum Lebensmittelhandel. Darauf wolle sich das Unternehmen künftig bestmöglich aufstellen.

Im vergangenen Dezember hat Van Hees eine der modernsten Gewürzmühlen in Europa in Betrieb genommen. In dem Wuppertaler Werk wird seit vier Jahren ausschließlich nach den strengen Halal-Richtlinien produziert. „Wir wären in einigen Ländern nicht mehr Lieferant, wenn wir nicht halal produzieren würden“, sagte Becht. Das Werk habe eine sehr gute Auslastung und das Halal-Segment werde weiter ausgebaut. Zudem will der Gewürzeproduzent künftig Schwerpunkte in den Märkten in Mittel- und Lateinamerika setzen.

Van Hees ist seit 70 Jahren ein Familiienunternehmen. (Foto: Van Hees)

Van Hees ist seit 70 Jahren ein Familienunternehmen. (Foto: Van Hees)

Das Unternehmen wurde am 29. März 1947 von Kurt van Hees in Wiesbaden-Biebrich gegründet. Van Hees stellt Gütezusätze, Gewürze und Gewürzmischungen, Kräuter, Marinaden, Emulsionen und Aromen für die Fleisch- und Wurstverarbeitung her und vertreibt die Produkte derzeit weltweit in mehr als 80 Länder. Bekannte Marken sind etwa Plastal, Pök, Smak, Bombal, Schinko und Zartin.

Der Gewürzspezialist beschäftigt zirka 430 Mitarbeiter und verfügt über zehn Standorte in Frankreich, Belgien, Südafrika, Russland, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten und der Schweiz. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr 114 Millionen Euro Umsatz erzielt, 60 Prozent davon stammt vom Exportgeschäft.

Print Friendly

Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.