Weltweit zu wenige Gelehrte für Islamic Banking

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Finanzexperte Mohammad Zaid El-Mogaddedi spricht über Islamic Banking.
Finanzexperte Mohammad Zaid El-Mogaddedi spricht über Islamic Banking. (Foto: Kemal Calik)

Auf der Konferenz der Kulturstiftung des Bundes in Köln wurde auf hohem Niveau über „Religion und Wachstumsdenken“ debattiert. Wie das Geschäft mit islamkonformen Geldanlagen funktioniert, erklärte ein muslimischer Unternehmensberater.  

„Islamische Finanzprodukte machen nur zwei Prozent des Marktvolumens“, sagte der Unternehmensberater Mohammad Zaid El-Mogaddedi auf der internationalen Konferenz im Kölnischen Kunstverein mit dem Titel: “Ihr aber glaubet”. Ein Grund: Islamic Banking sei bei den Muslimen nicht im Kopf verankert. Ein weiterer Grund: Es gäbe auf der Welt zwar 1,2 Milliarden Muslime, aber nur 300 bis 400 Gelehrte, die Theologie und Ökonomie miteinander verbinden könnten.

Für den Finanzexperten ist derzeit in der Islamic Finance-Branche „Service“ ein großes Thema. Er erzählte von einem Fall, dass ein Kunde einer bahrainischen Bank drei Wochen auf seine Kreditkarte warten musste, bei der international agierenden Bank HSBC Amanah erhielt er seine Karte innerhalb einer Stunde nach Antragsstellung – in einer Schatulle. Daher müsse die erste islamische Bank in Deutschland, Kuveyt Türk, beim Thema Service sich mit den hiesigen Banken messen.

Der Finanzexperte sprach auf der Veranstaltung zudem nicht von islamischen Ländern, sondern von „islamisch dominierten“ Ländern. So sei es in etlichen muslimischen Ländern nicht so, wie es eigentlich sein sollte. Als Negativbeispiel führte er die Behandlung der Arbeiter in Katar auf.

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