Werbeentzug: Unilever droht Facebook und Google

Social MediaKonsumgüterkonzern Unilever setzt soziale Plattformen unter Druck. (Foto: Unsplash)

Konsumgüterhersteller Unilever will digitalen Konzernen wie Facebook und Google Anzeigenaufträge entziehen, wenn sie die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben.

Der Marketing-Chef von Unilever, Keith Weed, sagte auf einer Konferenz in Kalifornien laut Redetext, man werde künftig nur noch Werbung schalten, wo Kinderschutz gewährleistet sei und keine „Spaltung“ der Gesellschaft vorangetrieben werde. Als zuverlässiger Anzeigenkunde wolle Unilever nicht auf Plattformen Werbung machen, die keinen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten, berichtet das „Handelsblatt“.

Demnach schade eine Verbreitung von anstößigen Inhalten in sozialen Medien Nutzern und unterwandere Demokratien. Das Unternehmen könne nicht weiter eine digitale Lieferkette stützen, die in Sachen Transparenz manchmal einem Sumpf gleiche.

Unilever gehört zu den wichtigsten Werbekunden der Welt. Das Marketing-Budget betrage CNN zufolge rund 9,8 Milliarden Dollar pro Jahr, ein Viertel der Anzeigen sei digital.

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