Wissenschaftler für Nährwert-Ampel

Nährwert-AmpelWissenschaftler sind für Nährwert-Angaben auf Lebensmitteln. (Foto: Pixabay)

Für die Verbraucher ist es im Supermarkt nicht einfach, den Zucker- oder Fettgehalt von Lebensmitteln zu vergleichen. Nun machen sich auch Forscher für Ampelkennzeichen auf Lebensmitteln stark.

Reichen Nährwerttabellen auf Lebensmittelverpackungen aus oder wäre eine Nährwertampel sinnvoll, um Verbraucher zu einem gesünderen Kaufverhalten zu motivieren? Diese Frage wird seit einigen Jahren diskutiert. Eine Studie der Universität Göttingen kommt nun zu dem Ergebnis, dass eine Ampelkennzeichnung Verbrauchern in vielen Fällen dabei helfen könnte, gesünder einzukaufen, berichtet der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Eine solche Kennzeichnung veranschaulicht demnach Nährwerte wie Fett, Zucker oder Salz in Lebensmitteln anhand von Farben.

Die Wissenschaftler hätten für ihre Studie 59 bereits veröffentlichte Forschungsarbeiten ausgewertet. Verbraucher, die motiviert und ohne Zeitdruck einkaufen, nutzen der Studie zufolge detaillierte Informationen wie Nährwerttabellen, um sich zu entscheiden. In den meisten Fällen bevorzugten die Probanden allerdings vereinfachte Darstellungen, bei denen sie weder vergleichen noch rechnen mussten. Laut Studienleiter Steffen Jahn erleichtern Ampelkennzeichen die Informationsverarbeitung und seien daher in vielen Einkaufssituationen das am besten geeignete Format.

Die Verbraucherzentralen setzen sich seit Jahren für eine Ampelkennzeichnung ein. Laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung ist sie zwar unter bestimmten Bedingungen auf freiwilliger Basis möglich, aber nicht verpflichtend.

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