Zucker: Süßwarenindustrie lehnt staatliche Vorgaben ab

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Die SPD fordert staatliche Vorgaben zur Reduktion von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln. Die deutsche Süßwarenindustrie ist dagegen.

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte am 18. Januar im Deutschen Bundestag staatliche Vorgaben zur Reduktion von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln gefordert. Die deutsche Süßwarenindustrie lehnt das ab. „Der Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI) tritt für unternehmerische und geschmackliche Freiheit ein und wendet sich gegen staatliche Verbraucherbevormundung“, teilt der Verband mit. Neben den klassischen Produkten gebe es eine Reihe von Varianten mit reduziertem Zucker-, Fett- bzw. Salzgehalt.

„Bei Süßwaren steht für den Verbraucher der Genuss im Vordergrund. Dass sie Zucker und Kalorien enthalten, weiß jeder“, sagt Bastian Fassin, Präsidiumsmitglied im BDSI und Vorsitzender des Arbeitskreises Internationale Süßwarenmesse (AISM). Schaetzung-Suesswarenindustrie-auf-einen-Blick-2017

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Süßwaren, Knabberartikeln und Markeneis lag laut dem BDSI im Jahr 2017 schätzungsweise bei 30,89 Kilogramm im Wert von 96,62 Euro. Damit blieb er im Zehnjahresvergleich in der Menge stabil (2007: 30,88 Kilogramm). Jeder Deutsche verzehre pro Jahr statistisch 670 Kilogramm Lebensmittel (ohne Getränke). Der Anteil an Süßwaren beträgt hieran weniger als 5 Prozent.

Zu den Trends im Süßwarenmarkt zählen, so der Verband, Produkte mit Pflanzenproteinen, exotischen Beeren oder Gewürzen. Im Trend lägen weiterhin Süßwaren und Knabberartikel für Vegetarier oder Veganer.

 

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Über den Autor

Kemal Calik
Chefredakteur des globalen Online-Wirtschaftsmagazins HALAL-WELT. Für die Publikation schreibt er über Lebensmittel, Tourismus, Kosmetik, Finanzen und Digital Commerce. Er hat zuvor als Redakteur unter anderem für das "Börsenblatt", "Der Handel" und "CYbiz" gearbeitet.